Was KI wirklich kann — und was nicht
Die Marketing-Versprechen mancher Anbieter sind absurd: „Vollautomatische Websites in 5 Minuten!" — das funktioniert einfach nicht. Was aber sehr gut funktioniert, ist KI als Werkzeug eines menschlichen Designers. Ähnlich wie ein Architekt heute mit CAD arbeitet statt mit Bleistift und Papier.
KI macht mich nicht überflüssig. KI macht mich 2-3x schneller bei Dingen, die früher Wochen gedauert haben. Diese Zeit investiere ich in Strategie, Design und persönliche Betreuung — also das, was KI nicht kann.
„KI ist wie ein extrem fleißiger Junior-Mitarbeiter. Er kann viel, aber er braucht klare Anweisungen — und jemanden der gegenliest."
Die 4 KI-Tools in meinem täglichen Workflow
ChatGPT (OpenAI)
Brainstorming für Website-Struktur, erste Textentwürfe für Dienstleistungsseiten, Umschreiben von Kundentexten in SEO-freundliche Versionen. Nie 1:1 übernommen — immer überarbeitet und auf die jeweilige Marke angepasst.
Claude (Anthropic)
Für längere Inhalte wie Blog-Artikel, FAQ-Sektionen, Whitepaper-Abschnitte. Claude hat aus meiner Erfahrung den besten deutschen Schreibstil — und versteht Kontext über sehr lange Konversationen, was bei Website-Projekten sehr hilfreich ist.
Midjourney
Für abstrakte Hero-Grafiken, Hintergrundmuster und visuelle Inspiration. Nicht für finale Website-Bilder — da nehme ich eigene Fotos oder lizenzierte Stockphotos. Aber für Moodboards und Design-Explorationen ist es unschlagbar schnell.
GitHub Copilot / Claude Code
Custom CSS, JavaScript-Snippets für interaktive Features, Schema.org-Strukturen. Code-KI hat den Website-Bau revolutioniert — was früher 2 Stunden dauerte, geht heute in 15 Minuten. Der Review bleibt natürlich menschlich.
Was NICHT durch KI ersetzt wird
Verstehen, was der Kunde wirklich will
Ein Kunde sagt: „Ich will eine moderne Website." Was er meint, ist: „Meine Kunden sollen sich wohl fühlen und uns vertrauen." Diese Übersetzungsleistung macht nur ein Mensch. KI kann das Briefing nicht lesen — sie nimmt Worte wörtlich.
Strategische Entscheidungen
Welche Seiten braucht die Website überhaupt? Wie führt der Besucher durch die Inhalte? Wo setze ich Conversion-Punkte? Das sind Fragen, die Erfahrung, Branche und Psychologie erfordern — keine Mustererkennung.
Geschmack und Ästhetik
Wenn ich KI 20 Hero-Sektionen generieren lasse, erkenne ich sofort welche 3 funktionieren und welche 17 nach „KI" aussehen. Das ist trainiertes Auge — Jahre visueller Erfahrung, die man nicht in ein Modell packen kann.
Warum Kunden davon profitieren
Der konkrete Vorteil für dich als Unternehmer:
- Schnellere Projekte: Was früher 6-8 Wochen dauerte, schaffe ich heute in 2-4 Wochen — ohne Qualitätseinbuße
- Bessere Texte: Mit KI-Unterstützung kriegst du nicht nur hübsche Seiten, sondern auch Texte, die konvertieren
- Günstiger: Ich kann Projekte zu fairen Preisen umsetzen, weil ich effizienter arbeite — ohne Abstriche an der Handarbeit
- Aktueller: KI hilft beim Recherchieren aktueller Trends und Best Practices, was früher viel Zeit gefressen hat
Wie erkennst du „KI-Slop"?
Nicht jede KI-gestützte Website ist gut. Hier sind rote Flaggen, die zeigen dass ein Entwickler KI einfach nur raushaut:
- Überall die gleichen Floskeln („Empower your business", „Transform your journey")
- Generische Stockfotos oder offensichtlich KI-generierte Bilder mit 7 Fingern
- Keine echten Fallbeispiele oder Testimonials
- Texte, die auf jede Branche passen könnten
- Identische Design-Muster auf allen Unterseiten
Gute KI-gestützte Websites erkennst du an der Individualität trotz Effizienz: Jedes Projekt sieht anders aus, klingt anders, funktioniert anders — weil der Mensch dahinter die Richtung vorgibt und die KI nur als Beschleuniger einsetzt.
Fazit: KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz
Die Zukunft des Webdesigns ist weder „alles KI" noch „keine KI". Sie ist smart-hybrid: Menschen machen die Strategie, das Design und die Qualitätskontrolle. KI beschleunigt die Umsetzung. Das beste Ergebnis entsteht wenn beide ihre Stärken ausspielen können.